Dr. Merck - Abstehende Ohren anlegen



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Häufig gestellte Fragen

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Ich habe schon immer relativ stark abstehende Ohren gehabt. Seit 3 Jahren muß ich auch noch ein Hörgerät tragen. Kann man bei mir die Ohranlegeoperation nach der Fadenmethode durchführen?

Diese Frage kann man generell mit „ja“ beantworten, aber man muß die Antwort etwas präzisieren. Grundsätzlich gibt es bei den Hörgeräten zwei Varianten. Die „Im-Ohr-Geräte“ werden im Gehörkanal getragen. Bei diesen Geräten ist die Operation ohne Einschränkung möglich, weil der Gehörkanal bei der Operation gar nicht beeinträchtigt wird. Die „Hinter-dem-Ohr-Geräte“ werden direkt zwischen Ohrmuschel und Kopf getragen. In diesen Fällen muß man exakt untersuchen: wo liegt das Gerät, welcher Anteil der Ohrmuschel steht ab, wie weit läßt sich die Ohrmuschel – unbehindert durch das Hörgerät – herausbringen. Die modernen Hörgeräte werden immer kleiner, nehmen also immer weniger Platz in Anspruch. Bei einem problematischen Fall kann der Hörgeräteakustiker helfen und ein schmaleres Modell anbieten. Ich habe die modernen „Hinter-dem-Ohr-Geräte“ getestet, diese verursachen bei einer Person mit normal anliegenden Ohren keine abstehenden Ohren.

Kann ich nach der Operation wieder Sport treiben ?
Nach der Operation kann man wieder jede Sportart betreiben mit Ausnahme des Ringersportes, da man sich bei dieser Sportart manchmal am Ohr des Gegners festhält und dieses hierdurch geschädigt werden kann. Schwimmsport und Tauchen kann wieder durchgeführt werden, sobald die Nadelstiche verheilt sind.


Kann ich nach der Operation wieder duschen, Haare waschen, saunieren ?
Nach der Operation darf man bereits am Operationstag unterhalb des Kopfes so oft duschen, wie man will. Haare waschen ist 2 Tage nach der Operation wieder möglich. Es macht nichts, wenn die Ohren hierbei etwas nass werden oder etwas Shampoo abbekommen, weil die Nadelstiche schon nach wenigen Stunden verkrustet und eingetrocknet sind. Kleine Blutkrusten, die sich nach der Operation bilden, sollten als natürliche Schutzschicht über den Nadeleinstichstellen belassen werden und dürfen 1 Woche nach der Operation mit Wasser aufgeweicht und mit einem sauberen Tuch abgewischt werden. Falls diese Blutkrusten sehr stören, können sie auch einige Tag früher entfernt werden.

Mit dem Saunieren oder Solarium kann man nach 3- 4 Wochen wieder beginnen.


Sind die Ohren nach der Operation geschwollen und wie lange hält die Schwellung an ?
Es lässt sich nicht vermeiden, dass die korrigierten Ohren nach der Operation  anschwellen, aber bei weitem nicht so stark wie bei der herkömmlichen Methode. Diese Schwellungen dauern in der Regel 3 Tage an, bilden sich dann ab dem 4. Tag rasch zurück und sind normalerweise nach 1 Woche verschwunden. Nur in Ausnahmefällen dauern sie länger.


Bekomme ich einen Kopfverband oder Pflaster ?
Nach der Operation geht der Patient ohne Kopfverband oder Pflaster nach Hause. Nur kleine Kinder erhalten, nachdem die Eltern das Operationsergebnis abgenommen haben, ausnahmsweise für einen Tag einen Verband, weil wir beobachtet haben, dass sie sich gern mit ihren nicht immer sauberen Händen an die Ohren fassen.


Wie lange und warum muss ich ein Stirnband tragen ?
Wir empfehlen, nach der Operation für 4 Wochen nur nachts beim Schlafen ein Stirnband zu tragen, welches nicht zu eng sein sollte. Dieses Stirnband hat keine Haltefunktion, da das Ohr durch den unsichtbar unter der Haut versenkten Fäden ausreichend in seiner neuen Position festgehalten wird. Das Stirnband soll lediglich vor der Möglichkeit schützen, dass das Ohr im Kissen stundenlang vom Kopf weggedrückt wird. Sollten Sie sicher sein, dass Sie Ihr Ohr im Schlaf nicht nach außen abknicken, können Sie auf das Tragen des Stirnbandes verzichten.


Muss der Faden wieder entfernt werden ?
Nein, der in der Tiefe des Ohres versenkte, unsichtbare und gewebeverträgliche Goretexfaden bleibt für immer im Ohr. Zusätzliche, oberflächlich liegende Hautfäden in der Ohrumschlagsfalte hinter dem Ohr müssen nicht gezogen werden, weil sie sich von selbst auflösen.


Wie merke ich, dass ich den Faden nicht vertrage?
Der Faden würde bei einer Unverträglichkeit nach außen, also an die Hautoberfläche wandern oder eine Stelle am Ohr kann sich hierdurch entzünden. Bei dem verwendeten Fadenmaterial handelt es sich jedoch um ein außerordentlich gewebeverträgliches Material, welches auch die Gefäßchirurgen zur Naht eines Gefäßes verwenden. Diese machen den Bauch- oder Brustraum, je nachdem wo das Gefäß saß, nicht wieder auf, um den Faden zu entfernen. Deshalb dürfen diese Fäden auch für immer im Ohr verbleiben. Sollte es dennoch in seltenen Fällen vorkommen, dass ein Faden abgestoßen wird, müsste der Patient noch einmal kommen. Es würde dann der freiliegende Faden entfernt und ein neuer Faden, gegebenenfalls aus anderem Material, an eine Stelle gelegt werden, wo die Haut dicker ist. Wenn man einen freiliegenden Faden nicht entfernt, kann sich das Ohr entzünden.Ein Entfernen des Fadens ist jedoch dann nicht erforderlich, wenn sich hinter dem Ohr ausnahmsweise kleine Knötchen bilden sollten, die mit Haut überwachsen sind und dem Patienten keine Beschwerden bereiten.


Muss ich nach der Operation noch einmal zur Nachbehandlung vorbeikommen ?
Nein, weil es keine Nachbehandlung gibt.


Wird der Faden für immer zum Halt der Ohren benötigt?
Nein, er wird nicht für immer zum Halt der Ohren benötigt, weil sich der Knorpel eines Tages umbauen wird. Das zeigt das Beispiel der Nonnen. Nonnen haben, wenn sie lange genug ihre Nonnenhauben getragen haben, total am Kopf anliegende Ohren. Dies beweist, dass sich der Ohrknorpel umbaut, wenn man die Ohren lange genug zwingt, eine neue Position einzunehmen. Man kann sagen: Was bei den Nonnen die Haube bewirkt, macht der nicht resorbierbare Faden, allerdings mit dem Unterschied, dass bei der „Fadenmethode nach Dr. Merck“ die Ohren nicht total an den Kopf angelegt werden, sondern eine natürliche Position einnehmen.


Wie erreicht man eine seitengleiche Position der Ohren?
Das Messen der Ohrabstände zum Kopf führt nicht zum Ziel, da das Augenmaß viel besser und genauer zeigt, ob die Ohren seitengleich sind. Das weiß jeder, der Bilder aufhängt und sich hierbei auf den gleichen seitlichen Abstand zur Zimmerdecke verlässt. Außerdem ist das Messen der Abstände zum Kopf auch deshalb unzuverlässig, da Ohren oft anatomisch ungleich gebaut sind, manchmal verschieden groß sind und z.B. ein gegenüber der anderen Seite dickeres Ohr 1 – 2 mm weiter als das andere Ohr angelegt werden muss, damit es optisch seitengleich wirkt. Anderes Beispiel: Wenn am äußeren Ohrmuschelrand der so genannte „Darwinsche Höcker“ kräftiger ausgebildete ist als auf der anderen Seite, muss auch an dieser Stelle das Ohr ein wenig angelegt werden.


Darf man nach der Operation wieder einen Motorradhelm aufsetzen ?
Ja. Natürlich sollte dabei das Ohr nicht nach außen abgeknickt werden.

 
Muss ich nach der Operation darauf achten, dass das Ohr möglichst nicht bewegt wird?
Man kann dem operierten Ohr gleich nach der Operation wieder alles zumuten, was man einem nicht operierten Ohr im täglichen Leben auch zumutet. Einige Beispiele: Man kann auf dem operierten Ohr schlafen, das ist sogar eine Entlastung für den Faden. Der Frisör darf das operierte Ohr beim Haare waschen oder Haare schneiden normal bewegen. Man kann, wenn man will, das Ohr gleich nach der Operation nach vorne biegen und wird feststellen, dass es freiwillig wieder in die neue Position zurückspringt. Das hält der verwendete Faden alles mühelos aus.


Muss ich nach der Operation mit Schmerzen rechnen ?
Es gibt Patienten, darunter auch Kinder, deren Beschwerden so gering sind, dass sie keine Schmerzmittel benötigen. Für den Fall, dass die Nadelstiche Schmerzen bereiten sollten, verschreiben wir ausreichend starke Schmerzmittel und geben Anweisungen, wie man die Schmerzen behandelt.

 
Schmerzt das Einspritzen eines Lokalanästhetikums in die Ohren ?
Nein, da wir die Nadeleinstichstellen vor der Operation mit Emla-Creme, die ein Oberflächenanästhetikum enthält, unempfindlich machen. Hierdurch ist es möglich, auch Kinder ab 12 Jahren ohne Narkosearzt in lokaler Anästhesie zu operieren.

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